Monatliche Gedanken aus der Praxis für Ihren Alltag
Auf dieser Seite finden Sie regelmäßig neue psychologische Impulse – zu Themen wie Persönlichkeitsentwicklung, Krisenbewältigung, Sexualität und Beziehungen. Die Beiträge orientieren sich an aktuellen Themen, gesellschaftlichen Entwicklungen sowie der jeweiligen Zeitqualität und greifen auf, was viele Menschen gerade bewegt.
Als psychologische Beraterin in Spillern bringe ich hier Erfahrungen aus meiner täglichen Praxis ein – ergänzt durch kleine Übungen, Reflexionsfragen und alltagstaugliche Tipps, die Sie dabei unterstützen können, Herausforderungen mit mehr Klarheit, innerer Stabilität und Selbstfürsorge zu begegnen.
Wenn Sie sich zu einem Thema persönlich angesprochen fühlen oder Begleitung in einem anderen Bereich wünschen, stehe ich Ihnen gerne im Rahmen eines Beratungsgesprächs zur Verfügung – vor Ort in meiner Praxis, online oder auch gemeinsam mit meinen Hunden.
🌼 Mai 2025 – Impulse bei innerer Überforderung
Impulse bei innerer Überforderung
Der Mai ist eine Zeit des Aufbruchs – mehr Licht, mehr Aktivität, mehr Möglichkeiten. Und gleichzeitig erlebe ich in meiner Praxis für psychologische Beratung in Spillern immer wieder: Gerade wenn „alles im Außen“ aufblüht, fühlen sich viele Menschen im Inneren erschöpft oder überfordert.
Typische Gedanken, die mir in Beratungsgesprächen begegnen, lauten:
„Ich müsste doch zufrieden sein – warum bin ich so angespannt?“
„Ich funktioniere irgendwie, aber Freude spüre ich keine.“
Diese innere Überforderung ist selten laut. Sie zeigt sich in Gereiztheit, Müdigkeit, Rückzug oder dem Gefühl, nur noch zu „funktionieren“. Sie ist ein Zeichen dafür, dass etwas zu viel geworden ist – oder etwas Wesentliches fehlt.
Impulse zur Selbstwahrnehmung
In der Beratung schauen wir gemeinsam hin:
Was genau überfordert Sie?
Welche inneren und äußeren Anforderungen wirken auf Sie ein?
Welche Ressourcen stehen Ihnen zur Verfügung – und wo wäre Entlastung möglich?
Solche Reflexionen bringen oft schon mehr Klarheit – und vor allem Mitgefühl mit sich selbst.
Impulse für Ihren Alltag
Gönnen Sie sich bewusste Pausen, auch wenn sie nur ein paar Minuten dauern.
Spüren Sie nach: Was gibt mir Kraft? Was raubt mir Energie – und warum?
Wenn Sie mit einem Hund leben: Nutzen Sie die gemeinsamen Spaziergänge, um zur Ruhe zu kommen – nicht nur körperlich, sondern auch emotional.
Stellen Sie sich morgens eine einfache Frage:
„Was brauche ich heute – und was darf ich weglassen?“
Unterstützung kann entlasten
Sich Unterstützung zu holen, ist kein Zeichen von Schwäche – ganz im Gegenteil: Es zeigt Mut und das Vertrauen, dass Entwicklung möglich ist.
Ein Gespräch kann entlasten, Klarheit schaffen und dabei helfen, neue Perspektiven zu entdecken – selbst dann, wenn das Thema zunächst ganz klein erscheint.
Vielleicht ist es gerade jetzt an der Zeit, sich selbst ein Stück Raum zu schenken.
Sich bewusst Zeit zu nehmen. Für sich. Für das, was innerlich bewegt.
Ich bin gerne für Sie da – mit einem offenen Ohr, einem geschützten Rahmen und Impulsen, die Sie in Ihrem ganz persönlichen Prozess begleiten dürfen
🔹 Juni 2025 – Impulse zu Sexualität, Nähe & Intimität
Wenn Nähe schwerfällt – Impulse für mehr Verbindung
Der Sommer weckt die Sehnsucht nach Begegnung, Berührung und echter Nähe. Doch nicht immer fühlt sich diese Nähe leicht oder selbstverständlich an.
Typische Gedanken, die mir in Beratungsgesprächen begegnen, lauten:
„Eigentlich sollte ich mich meinem Partner näher fühlen – aber ich spüre eine Distanz.“
„Ich liebe ihn/sie – und trotzdem fällt es mir schwer, mich auf Sexualität einzulassen.“
Sexualität, Nähe und Intimität sind zwar miteinander verbunden, aber nicht dasselbe. Während Sexualität oft mit körperlicher Begegnung assoziiert wird, ist Intimität viel mehr: das Gefühl von Vertrauen, Sicherheit und innerer Verbundenheit – mit sich selbst und mit anderen.
Impulse zur Selbstwahrnehmung
Sie können sich Fragen:
Was bedeutet für mich Nähe – und was Intimität?
Welche Wünsche und Ängste tauchen auf, wenn ich an Sexualität denke?
Oft hilft es, diese Begriffe für sich selbst zu unterscheiden. Nähe ist nicht nur körperlich, sondern beginnt mit dem Gefühl, sich selbst offen begegnen zu können.
Manchmal helfen schon kleine Schritte – ein Gedanke, ein Atemzug, ein bewusstes „Ja“ zu sich selbst.
Impulse für Ihren Alltag
Planen Sie bewusste Zeit für sich selbst ein – ohne Erwartungen oder Druck.
Nehmen Sie sich Raum, um sich wieder mit Ihrem Körper, Ihren Gedanken und Gefühlen zu verbinden. Vielleicht beim Lesen, beim Spaziergang oder in Stille.
Üben Sie, Ihre Bedürfnisse zu erkennen und anzusprechen – sei es mit sich selbst oder in der Partnerschaft.
Kommunikation ist der Schlüssel, um Brücken zu bauen zwischen Distanz und Nähe.
Erlauben Sie sich, dass Sexualität vielfältig ist – und Intimität oft in den kleinen Momenten beginnt: einem Blick, einer Berührung, einem ehrlichen Gespräch.
Stellen Sie sich heute eine einfache Frage:
„Was würde ich mir heute selbst schenken – an Zeit, an Raum oder an liebevoller Aufmerksamkeit?„
Unterstützung kann entlasten
Sich Unterstützung zu holen, ist ein Zeichen von Selbstfürsorge und innerer Stärke. Es zeigt, dass Sie bereit sind, sich selbst ernst zu nehmen und Schritte zur Entfaltung zu gehen.
In der Sexualberatung biete ich Ihnen Raum, um Fragen zu klären, Unsicherheiten anzusprechen und Wege zu finden, wie Sie Sexualität, Nähe und Intimität wieder als bereichernd erleben können. Auch wenn das Thema noch so klein erscheinen mag – Sie dürfen sich Zeit für sich selbst nehmen & für das was Sie innerlich bewegt.
Ich bin gerne für Sie da – mit einem offenen Ohr, einem geschützten Rahmen und Impulsen, die Sie in Ihrem ganz persönlichen Prozess begleiten dürfen
♡ Juli 2025 – Impulse für Paarbeziehungen
Wenn Alltag zur Belastung wird – Impulse für mehr Verständnis im Miteinander
Konflikte entstehen meist nicht durch „große Dramen“, sondern durch kleine, alltägliche Reibungen, die sich im Laufe der Zeit summieren. Besonders kräftezehrend ist der Umgang mit diesen Spannungen: Jeder ungelöste Konflikt legt sich wie eine weitere Schicht auf die Beziehung, die innere Spannung steigt und ein konstruktiver Dialog wird immer schwieriger.
So entsteht Distanz – in einer Phase wo das Bedürfnis nach Verständnis, Aufmerksamkeit und Entlastung immer größer wird.
Sie sind damit nicht allein – viele Paare erleben solche Phasen. Gerade darin steckt gleichzeitig auch ein wertvolles Entwicklungspotenzial: Wer lernt, Konflikte achtsam anzusprechen und gemeinsam zu lösen, legt den Grundstein für Wachstum, tiefere Verbundenheit und eine Beziehung, die Belastungen nicht nur aushält, sondern an ihnen reift.
Typische Aussagen, die mir in Paarberatungsgesprächen begegnen, lauten:
„Ich fühle mich nicht verstanden.“
„Wir streiten über Kleinigkeiten – und es wird immer größer bis es eskaliert.“
In meiner Praxis für Paarberatung erlebe ich immer wieder, wie hilfreich ein neutraler Raum sein kann – ein Raum, in dem beide Seiten gehört werden, ohne sich rechtfertigen zu müssen. Hier geht es nicht darum, wer recht hat, sondern darum, wieder ins Gespräch zu kommen: sich mitzuteilen, zuzuhören und einander in der Unterschiedlichkeit zu akzeptieren.
Paarberatung kann dabei unterstützen, einen neuen Kommunikationsraum zu eröffnen – einen Raum, in dem Konflikte nicht eskalieren müssen, sondern in einem achtsamen, konstruktiven Miteinander geklärt werden können.
Impulse zur Selbstwahrnehmung
Sie können sich Fragen:
Was genau triggert mich – welches Bedürfnis steckt dahinter?
Wie streite ich? Und wie wünsche ich mir, dass Konflikte gelöst werden?
Hinter Alltagskonflikten steckt oft ein tieferes Bedürfnis: nach Wertschätzung, Klarheit, Sicherheit oder Zuwendung.
Das ehrliche Reflektieren der eigenen Muster ist der erste Schritt zur Veränderung – und zur Nähe.
Impulse für Ihren Alltag
Versuchen Sie, bewusst zuzuhören – nicht nur mit dem Ohr, sondern auch mit dem Herzen.
Fragen Sie sich im Gespräch: Was möchte mir mein Gegenüber wirklich sagen? Worum geht es ihm oder ihr gerade wirklich?
Worte sagen oft weniger als Körpersprache, Stimmung oder das, was unausgesprochen zwischen den Zeilen liegt.
Sprechen Sie Konflikte an, bevor sie sich aufstauen.
Ein „Darf ich dir etwas sagen, das mir wichtig ist?“ kann mehr öffnen als stumme Enttäuschung.
Fragen zum Nachspüren:
„Wie könnte ich heute dazu beitragen, dass unsere Verbindung wieder leichter wird – auch wenn noch nicht alles geklärt ist?„
Unterstützung kann entlasten
Paarberatung bedeutet nicht, dass etwas „kaputt“ ist – sondern dass ein Wunsch nach Entwicklung da ist.
Ich begleite Sie gerne in einem geschützten Rahmen dabei, Kommunikationsmuster zu erkennen, Bedürfnisse auszusprechen und wieder in Verbindung zu kommen – mit sich selbst und miteinander.
🔥 August 2025 – Impulse zur Emotionsregulation
Wenn es in uns heiß wird – Impulse zum Umgang mit Wut
Der Sommer zeigt sich von seiner intensivsten Seite. Die Hitze draußen spiegelt oft auch das wider, was viele innerlich erleben: Reizbarkeit, Unruhe, angestaute Wut – manchmal ganz plötzlich, manchmal schleichend über Wochen aufgebaut. In meiner Praxis begegnen mir in dieser Jahreszeit besonders häufig Fragen wie:
„Ich bin ständig gereizt – obwohl gar nichts Dramatisches passiert ist.„
„Meine Wut kommt in unpassenden Momenten – und ich weiß gar nicht, wohin damit.“
Wut ist eine zutiefst menschliche Emotion – kraftvoll, laut, aber auch schützend. Sie zeigt uns, dass eine Grenze überschritten wurde, ein Bedürfnis unerfüllt bleibt oder ein innerer Konflikt ungelöst ist. Wird sie nicht wahrgenommen oder dauerhaft unterdrückt, kann sie sich in Form von Gereiztheit, Aggression oder Rückzug Ausdruck verschaffen – besonders dann, wenn äußere Reize wie Hitze, Stress oder Lärm hinzukommen.
Impulse zur Selbstwahrnehmung
Sie können sich Fragen:
Was will mir meine Wut eigentlich sagen? Ist es Wut oder eine andere Emotion, oder mehrere?
Wo in meinem Körper sitzt meine Anspannung, meine Hitze, mein Druck?
Oft liegt unter dem Ärger eine andere, weichere Emotion – wie Hilflosigkeit, Enttäuschung oder Traurigkeit. Wut ist selten „grundlos“, sondern Ausdruck eines inneren Ungleichgewichts.
Allein das bewusste Hinspüren kann helfen, emotionale Energie ins Fließen zu bringen, bevor sie sich entlädt.
Impulse für Ihren Alltag
Achten Sie in angespannten Momenten bewusst auf Ihre Atmung.
Ein paar tiefe Atemzüge können helfen, Abstand zum impulsiven Reiz zu gewinnen – besonders an heißen Tagen, wenn die Reizschwelle ohnehin niedriger ist.
Finden Sie Ventile für aufgestaute Energie – z. B. durch Bewegung, kreativen Ausdruck oder bewusstes Aussprechen Ihrer Grenzen.
Fragen zum Nachspüren:
„Was möchte ich eigentlich schützen oder bewahren, wenn ich wütend bin? Und wie kann ich das konstruktiv tun? „
Unterstützung kann entlasten
Wut zu verstehen und in eine gesunde Kraft zu verwandeln, braucht manchmal mehr als Ruhe und Reflektion – hier kann Begleitung hilfreich sein.
In meiner Beratung biete ich Ihnen Raum, sich mit Ihrer Wut und Ihrer Geschichte dahinter auseinanderzusetzen. Ohne Bewertung, mit Respekt für das, was sich zeigen möchte. Wut ist nicht falsch – sie will gesehen und verstanden werden. Dann kann sie zur klaren Grenze, zum inneren Antrieb und sogar zur Ressource werden.
🍂 September 2025 – Impulse für innere Balance
Goldener Übergang – Wenn Alltag wieder laut wird
Der September bringt eine ganz besondere Stimmung: Die Hitze des Sommers weicht einer ruhigen Klarheit, die Natur beginnt sich zurückzuziehen – und gleichzeitig wird unser Alltag oft lauter, voller, strukturierter. Für viele Familien bedeutet der Übergang vom Ferienmodus in den Alltag eine Zeit erhöhter Anspannung. Schulbeginn, neue Routinen, Termindruck, Anforderungen von außen – alles scheint sich gleichzeitig zu verdichten.
„Wir kommen von 0 auf 100 – und das in der ersten Schulwoche.“
„Ich merke, wie mir nach den Ferien die Reizbarkeit schneller hochkommt.“
Gerade im Übergang zeigt sich, wie schwer es fällt, die innere Ruhe zu bewahren, wenn draußen wieder alles „läuft“. Körper und Psyche brauchen oft länger, um sich neu zu orientieren – und Kinder spüren diese Übergänge oft noch sensibler als Erwachsene.
Impulse zur Selbstwahrnehmung
Fragen Sie sich:
Was verlangt der September gerade alles von mir – und was davon ist wirklich wichtig?
Was bräuchte ich heute, um in mir ruhiger zu werden – auch wenn um mich herum viel los ist?
Im Alltag mit Kindern wird viel gleichzeitig erwartet: Organisation, emotionale Stabilität, Präsenz – oft ohne Pause. Sich selbst in diesem System zu spüren, ist nicht egoistisch, sondern notwendig.
Oft braucht es keinen ganzer Nachmittag, sondern es reicht schon ein bewusstes Einatmen zwischen zwei Terminen.
Impulse für Ihren Alltag
Versuchen Sie, dem Tag bewusst kleine Inseln der Entlastung zu geben – für sich und Ihre Familie.
Ein gemeinsamer Tee nach der Schule, ein ruhiger Start ohne Handy, ein Gespräch im Gehen. Oft ist es nicht die Dauer, sondern die bewusste Qualität der Momente, die Ruhe bringt.
Holen Sie sich Struktur dort, wo sie gut tut – aber erlauben Sie auch Spielraum für Unerwartetes.
Manche Pläne dürfen sich ändern, wenn sie das seelische Gleichgewicht erhalten.
Fragen zum Nachspüren:
„Was kann ich heute loslassen – an Erwartungen, Tempo oder Perfektion – damit Raum für Verbindung entsteht?“
Unterstützung kann entlasten
Gerade im Familienalltag wird vieles lange „mitgeschleppt“, bis die Erschöpfung spürbar wird. Dabei ist es oft ein einziger Schritt – ein Gespräch, ein Innehalten, ein neuer Blickwinkel – der wieder Bewegung bringt.
In meiner Beratung begleite ich Sie – einzeln oder als Paar – dabei, innere und äußere Strukturen neu zu sortieren, Ressourcen sichtbar zu machen und wieder mehr Leichtigkeit in Ihren Alltag zu bringen – für Sie selbst, für Ihre Familie, für Ihr Miteinander.
🍁 Oktober 2025 – Impulse zum Loslassen und Neubeginn
Loslassen im Innen und Außen
Der Herbst zeigt uns eindrucksvoll, wie Loslassen gelingt: Die Natur zieht sich zurück, Blätter fallen und machen Platz für Neues. Auch in unserem Leben gibt es Phasen, in denen wir Belastendes oder Überholtes loslassen dürfen. Dieser Prozess geschieht auf mehreren Ebenen im Inneren durch Gedanken, Gefühle oder Muster, und im Äußeren durch kleine Handlungen oder Rituale, die das Unsichtbare sichtbar machen. Wenn Innen und Außen zusammenwirken, entsteht ein stimmiger Übergang, der Klarheit und Raum für Neues schafft.
In meiner Beratungspraxis tauchen dazu häufig Fragen auf wie:
„Warum fällt es mir so schwer, Vergangenes wirklich loszulassen, obwohl ich weiß, dass es mir nicht guttut?“
„Wie kann ich innere Veränderungen auch im Außen sichtbar und spürbar machen, damit sie nachhaltiger wirken?“
Impulse zur Selbstwahrnehmung
Loslassen beginnt im Inneren. Nehmen Sie sich bewusst Zeit, nach innen zu spüren:
Welche Themen oder Muster begleiten Sie schon lange, ohne dass sie hilfreich sind?
Gibt es Bedürfnisse, die bisher zu kurz gekommen sind, und die jetzt mehr Platz bekommen dürfen?
Notieren Sie diese Überlegungen in einem Tagebuch oder auf einem Blatt Papier. So geben Sie Ihren Gedanken und Gefühlen Form, und der Prozess wird bewusster. Schreiben Sie dabei am besten von Hand – Studien zeigen, dass handschriftliches Schreiben stärker mit unseren Emotionen verbunden ist und Prozesse der Verarbeitung und Reflexion intensiver anstößt als das Tippen am Computer (vgl. Mueller & Oppenheimer, 2014).
Impulse für Ihren Alltag
Damit innere Veränderungen auch nach außen spürbar werden, können kleine Rituale unterstützen. Sie verdeutlichen, was sich in Ihrem Inneren wandelt:
🍁 Gehen Sie durch den Wald und lassen Sie beim Fallenlassen eines Blattes ein altes Thema symbolisch los.
🍁 Ordnen Sie bewusst einen Bereich Ihres Alltags neu – etwa den Arbeitsplatz, eine Schublade oder Ihre täglichen Routinen.
🍁 Gestalten Sie ein persönliches Ritual des Dankes: Notieren Sie drei Dinge, die Sie verabschieden, und drei neue, für die Sie Raum schaffen wollen.
Durch solche äußeren Handlungen verstärken Sie die innere Entscheidung und verankern sie in Ihrem Alltag.
Unterstützung kann entlasten
Loslassen ist ein Prozess, der Zeit braucht und auf verschiedenen Ebenen wirken darf. In meiner psychosozialen Beratung in Spillern begleite ich Sie dabei, Ihre Themen in Ruhe zu sortieren, innere Ressourcen zu entdecken und neue Wege entstehen zu lassen – Schritt für Schritt, in Ihrem Tempo.
💞 November 2025 – Impulse für innere Wärme und Selbstmitgefühl
Innere Wärme und Selbstmitgefühl – Kraftquellen für die kalte Jahreszeit
Die kalten Monate laden dazu ein, es sich warm zu machen – nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich. Doch gerade in dieser Zeit fällt es vielen schwer, Mitgefühl mit sich selbst zu empfinden. Die Energie ist niedrig, Erwartungen sind hoch, und manchmal scheint die innere Sonne hinter einem grauen Himmel verborgen.
In meiner Praxis erlebe ich in dieser Jahreszeit häufig Sätze wie:
„Ich funktioniere nur noch, aber spüre mich kaum.“
„Ich bin so streng mit mir, obwohl ich eigentlich einfach nur müde bin.“
Selbstmitgefühl ist kein Zeichen von Schwäche – es ist eine Form innerer Stärke. Es bedeutet, sich selbst mit derselben Freundlichkeit zu begegnen, die man anderen schenkt. Innere Wärme entsteht dort, wo wir aufhören, uns zu verurteilen, und beginnen, uns zuzuhören.
Impulse zur Selbstwahrnehmung
Ein erster Schritt zu innerer Wärme beginnt mit ehrlichem hinspüren – Sie können sich zum Beispiel fragen:
Wie spreche ich innerlich mit mir, wenn etwas nicht gelingt?
Wie würde ich mit einer Freundin sprechen, die in derselben Situation ist?
Selbstmitgefühl beginnt im Moment des Innehaltens. Statt sofort zu reagieren oder zu bewerten, dürfen Sie sich fragen:
Was brauche ich jetzt wirklich – Trost, Ruhe, Verständnis?
Manchmal ist die freundlichste Geste, sich selbst für einen Moment die Erlaubnis zu geben, unperfekt zu sein.
Impulse für Ihren Alltag
Innere Wärme wächst in Momenten, in denen Sie sich selbst freundlich begegnen – mitten im ganz normalen Alltag.
💞 Wärme durch Körperbewusstsein: Legen Sie eine Hand auf Ihr Herz oder Ihren Bauch, atmen Sie tief ein und spüren Sie, wie sich Ihr Körper unter Ihrer eigenen Berührung entspannt.
💬 Innere Stimme wandeln: Achten Sie auf Ihre Selbstgespräche. Ersetzen Sie harte Urteile durch Sätze wie: „Ich gebe mein Bestes, und das ist genug für heute.“
☕ Rituale der Achtsamkeit: Eine Tasse Tee, ein Spaziergang im Winterlicht oder ein bewusstes „Nein“ zu Überforderung können kleine Akte des Selbstmitgefühls sein.
Erlauben Sie sich, diese kleinen Gesten einfach einmal auszuprobieren – oft braucht es nur einen liebevollen Moment, um innere Wärme spürbar werden zu lassen.
Ich bin gerne für Sie da
Selbstmitgefühl zu entwickeln, ist ein Prozess – ein leises Wieder-Nachhause-Kommen zu sich selbst.
In der psychologischen Beratung biete ich Ihnen den Raum, alte Muster von Selbstkritik zu erkennen und neue Wege zu finden, sich selbst mit Mitgefühl und Wärme zu begegnen.
Hier dürfen Sie lernen, sich selbst zu trösten, zu stärken und anzunehmen – Schritt für Schritt, mit Geduld und Wertschätzung.
Selbstmitgefühl ist kein Ziel, sondern eine Haltung. Eine, die nährt, heilt und innerlich wärmt – besonders dann, wenn das Leben kühl geworden ist.
✨ Dezember 2025 – Impulse für Rückblick & Neubeginn
Altes würdigen – Neues einladen
Der Dezember lädt uns jedes Jahr zu einem natürlichen Innehalten ein. Es ist die Zeit, in der wir zurückblicken, oftmals mit gemischten Gefühlen: Stolz, Dankbarkeit, Müdigkeit, Sehnsucht – und manchmal auch offenen Fragen. Gleichzeitig entsteht ein leiser Wunsch nach Neubeginn:
„Wie möchte ich in das nächste Jahr starten? “
„Was möchte ich loslassen? Was darf bleiben?“
Dieser Übergang ist ein sensibler Moment. Kleine Rituale und bewusste Selbstwahrnehmung können dabei helfen, das alte Jahr innerlich zu ordnen und dem neuen mit Klarheit und Leichtigkeit zu begegnen.
Impulse zur Selbstwahrnehmung
Bevor wir Neues einladen, ist es wertvoll, das Alte bewusst zu betrachten. Stellen Sie sich folgende Fragen:
Was hat mich in diesem Jahr innerlich wachsen lassen – auch wenn es im ersten Moment vielleicht herausfordernd war?
Welche Entscheidungen, Beziehungen oder Gewohnheiten haben mir wirklich gutgetan – und welche möchte ich im neuen Jahr bewusst verändern?
Gerade wenn viel passiert ist, fällt es schwer zu unterscheiden, was uns stärkt und was uns erschöpft. Eine achtsame Reflexion ermöglicht es, innerlich aufzuräumen: Dankbares zu behalten, Belastendes loszulassen und das Wesentliche deutlicher zu sehen.
Impulse für Ihren Alltag
Rituale helfen dabei, die innere Ausrichtung bewusst zu gestalten. Sie geben Halt, Struktur und ein Gefühl von Übergang.
Drei einfache, aber kraftvolle Rituale für Ihren persönlichen Jahreswechsel:
1. Dankbarkeitsliste zum Jahresabschluss
Notieren Sie fünf bis zehn Dinge, die Sie im alten Jahr getragen, gestärkt oder berührt haben. Kleine oder große Momente – alles zählt. Dieses Ritual verankert Wertschätzung und öffnet das Herz für den Neubeginn.
2. Loslass-Ritual mit Papier
Schreiben Sie auf ein Blatt, wovon Sie sich innerlich verabschieden möchten: Gedanken, Belastungen, Erwartungen, alte Muster. Zerreißen oder verbrennen Sie das Papier (feuerfest und sicher). Der symbolische Akt unterstützt den emotionalen Abschluss.
3. Intention fürs neue Jahr – ein Wort oder Satz
Wählen Sie ein Leitwort oder einen kurzen Satz, der Ihr neues Jahr begleiten darf: „Leichtigkeit“, „Verbundenheit“, „Ich vertraue“, „Ich sorge gut für mich“. Sie können es sichtbar platzieren – am Spiegel, im Kalender oder als Hintergrund am Handy.
Diese drei Rituale sind leicht in den Alltag integrierbar und entfalten ihre Wirkung oft gerade durch ihre Einfachheit. Wichtig ist nicht die Perfektion, sondern der innere Kontakt zu sich selbst.
Ich bin gerne für Sie da
Wenn Sie merken, dass der Jahreswechsel alte Themen berührt oder Fragen auftauchen, begleite ich Sie gerne.
Manchmal hilft ein neutraler Blick von außen, um Klarheit zu finden, Belastendes loszulassen oder das neue Jahr mit mehr innerer Ruhe zu beginnen.
🧭 Jänner 2026 – Impulse für nachhaltige Veränderung
Warum Willenskraft überschätzt wird – und Struktur unterschätzt
Der Jänner gilt als Monat der Neuanfänge. Vieles beginnt mit Motivation, guten Vorsätzen und dem Wunsch, Dinge endlich „anders“ zu machen. Gleichzeitig zeigt sich bei vielen Menschen schon nach kurzer Zeit Ernüchterung: Der Alltag ist zurück, die Energie sinkt, und alte Muster melden sich wieder.
Das liegt selten an fehlender Disziplin. Veränderung scheitert nicht an mangelnder Willenskraft – sondern daran, dass wir versuchen, Neues in alte Strukturen zu pressen. Nachhaltige Veränderung entsteht nicht durch mehr Anstrengung, sondern durch bessere Rahmenbedingungen.
Impulse zur Selbstwahrnehmung
Der Beginn eines neuen Jahres lädt dazu ein, nicht nur Ziele zu formulieren, sondern die eigenen Gewohnheiten ehrlich zu betrachten. Denn Gewohnheiten sind keine Charakterschwächen – sie sind erlernte Antworten auf den Alltag.
Fragen zur Orientierung:
Welche Gewohnheiten tragen mich im Alltag – und welche kosten mich dauerhaft Energie?
Welche Veränderung wäre im Jänner realistisch – nicht perfekt, sondern machbar?
Selbstwahrnehmung bedeutet hier nicht Selbstkritik. Sie hilft, zwischen Wunschdenken und alltagstauglicher Veränderung zu unterscheiden.
Impulse für Ihren Alltag
Struktur wirkt dort, wo Willenskraft müde wird. Kleine, bewusst gewählte Veränderungen haben oft mehr Wirkung als große Vorsätze.
1. Eine Gewohnheit – ein klarer Rahmen
Wählen Sie eine Gewohnheit, die Sie verändern möchten.
Legen Sie fest: Wann/Wo/Wie diese stattfinden soll.
Je klarer der Rahmen, desto weniger Entscheidungskraft wird täglich benötigt.
2. Entlastung statt Optimierung
Fragen Sie sich bewusst: Was darf im Jänner einfacher werden?
Manchmal entsteht Veränderung nicht durch Hinzufügen, sondern durch Weglassen oder Vereinfachen.3. Struktur sichtbar machen
Machen Sie Ihre neue Ausrichtung sichtbar – durch Notizen, Erinnerungen oder feste Zeiten. Sichtbare Strukturen unterstützen das Dranbleiben, ohne inneren Druck zu erzeugen.
Diese Schritte sind bewusst klein gehalten. Sie zielen nicht auf maximale Leistung, sondern auf Stabilität und Umsetzbarkeit.
Ich bin gerne für Sie da
Wenn Sie merken, dass alte Muster stärker sind als gute Vorsätze, ist das kein persönliches Versagen. Oft fehlt nicht der Wille, sondern ein tragfähiger Rahmen.
Gerne unterstütze ich Sie dabei, neue Strukturen zu entwickeln, die zu Ihrem Leben passen – realistisch, entlastend und nachhaltig.

